오이디푸스적 젠더 이해와 신화적 글쓰기 -헤르만 브로흐와 그의 소설문학을 중심으로-
Ödipales Genderverständnis und Mythisches Schreiben - In Bezug auf Hermann Broch und seine Romane -
  • 신혜양
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초록

Der österreichische Schriftsteller Hermann Broch(1886-1951) führte ein von den großen Umbrüchen in Politik, Wirtschaft,Kultur und Gesellschaft seiner Zeit stark beeinflusstes Leben. Er wuchs in einer jüdischen Familie in Wien auf und leitete eine Textilfabrik, die er von seinem Vater geerbt hatte. 1927 kehrte er dem Unternehmen den Rücken und ging an die Universität Wien,um dort sein inniges Bedürfnis nach philosophischer und wissenschaftlicher Erkenntnis zu befriedigen. Er begann mit dem Studium der Mathematik, Philosophie und Physik und folgte den tiefgreifenden Wandlungsprozessen der Denk- und Wissenssysteme. Vor allem las er Freuds psychoanalytische Schriften und hatte Kontakte zu Freuds Schülern. Nebenbei beschäftigte er sich auch mit schriftstellerischen Arbeiten. So entstand 1932 seine erste Romantrilogie Die Schlafwandler. Dieses auf seiner Theorie des Wertezerfalls basierende Werk war sein literarischer Versuch, die erkenntnistheoretischen Implikationen der modernen physikalischen und psychoanalytischen Theorien aufzuarbeiten und eine neue Einheitswissenschaft zu stiften. Die Schlafwandler sind als ein “polyhistorischer Roman” konzipiert, der das “Totalitätsbild der Erkenntnis” darstellen sollte. Da Broch mit seinem experimentellen, schwer verständlichen ersten Roman nicht den erhofften Erfolg erzielen konnte, wandelte sich sein Literaturbegriff vom polyhistorischenRoman zur mythischen Dichtung, die eine unversehrte ideale Welt entwerfen sollte. Sein Spätwerk Der Tod des Vergil(1945) und die Bergroman-Fragmente sind literarische Produkte, denen er seinen veränderten Literaturbegriff zu Grunde gelegt hat. Sein Diskurs über die mythische Dichtung wurzelt aber nicht nur in seinen tief gehenden wissenschaftlichen Interessen, sondern auch in seiner psychischen Selbstanalyse und seinem ödipalen Genderverständnis, wie es seine Psychische Selbstbiographie verrät. Broch hat von 1942 bis 1943 im amerikanischen Exil die sogenannte Selbstbiographie verfasst. Man kann darin noch Anmerkungen von seinem Psychiater Paul Federn finden. Sie ist ein wichtiges Dokument, das dem Leser sein qualvolles Innenleben zwischen dem Eros und der geistigen Überkompensation vor Augen führt. Broch hatte nämlich psychische Probleme und hat sich mehrmals einer psychoanalytischen Behandlung unterzogen. In seiner Psychischen Selbstbiographie ist sein ‘Seelendrama’ zwischen Liebesgeschichten und Verantwortungsgefühl beschrieben. Er litt sein Leben lang unter dem eigenen Inferioritätsgefühl, welches sein Kindheitstrauma, die verweigerte Liebe seiner Mutter, verursacht hatte. Deshalb wollte er der Welt seine “Überpotenz ”, “Überkompensation” und “Überleistung” beweisen. Dieser Wunsch zum Leistungsmenschen verhinderte, dass er eine feste Beziehung zu einer geliebten Frau schließen konnte. Frauenfiguren unterteilte er in zwei Gruppen: die eine ist dominant, neurotisch und sexuell frigid, während die andere weniger perfekt, aber zugänglicher und körperlich anziehend ist. Es ist klar, dass diese beiden Typen als Männerprojektionen nur Brochs psychische Innenwelt spiegeln. Beim literarischen Schaffen verwendete Broch psychoanalytische Begriffe, um die innere Seite des Menschen zu erforschen. In seinen Romanen sind Frauen als das ‘Ewig-Weibliche’ oder als ‘eine idealisierte Partnerin’ zu finden. Die mythischen Frauenfigurensind literarische Idealisierungen, für die er in seiner Realität keine entsprechenden Modelle finden konnte. Aus der heutigen Gender-Perspektive mangelt es Brochs Genderverständnis an einem balancierten Gendergefühl und realitätsnaher Erkenntnis dem anderen Geschlecht gegenüber. In dem Sinne blieb Broch innerhalb der Grenze seiner Zeit.

제목
오이디푸스적 젠더 이해와 신화적 글쓰기 -헤르만 브로흐와 그의 소설문학을 중심으로-
제목 (타언어)
Ödipales Genderverständnis und Mythisches Schreiben - In Bezug auf Hermann Broch und seine Romane -
저자
신혜양
DOI
10.22772/pnujws.21.1.201102.205
발행일
2011-02
저널명
여성학연구
21
1
페이지
205 ~ 232