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초록
Diese Studie untersucht kritisch den Prozess der Rassialisierung, der den Diskursen über Migration und Multikulturalität in Deutschland und Südkorea innewohnt. Als theoretischer Rahmen dient dabei Stuart Halls Konzept der Rasse als ,gleitender Signifikant‘. Während Deutschland den Status als Einwanderungsland trotz des Zuwanderungsgesetzes von 2005 erst mit erheblicher Verzögerung offiziell anerkannte, verharrt Südkorea trotz des faktischen Eintritts in eine multikulturelle Gesellschaft (2024) weiterhin in einem paternalistischen Diskurs der ,multikulturellen Familie‘. Besonders kritisch wird die südkoreanische „Untersuchung zur multikulturellen Akzeptanz“ analysiert: Statt soziale Transformationen abzubilden, kodiert sie ,Multikulturalität‘ als Merkmal für ,homogenisierte Andere‘. Dies birgt die Gefahr, Migranten im Kontext von Krisen des Sozialstaats zu stigmatisieren. Zudem deutet die mediale Ignoranz gegenüber Südkoreas niedrigem Ranking im Index für ethnische Gleichheit auf eine strukturelle Anfälligkeit für ,selektive Ignoranz‘ hin, die mangels externer Referenzgruppen – anders als im Falle Deutschlands innerhalb der EU – ungebremst bleibt. Die Arbeit plädiert dafür, die Frage der substanziellen Teilhabe an Rechten (Citizenship) ins Zentrum des Diskurses zu rücken. Ein zukunftsfähiges Paradigma des Zusammenlebens darf nicht auf abstrakte Menschenrechte reduziert werden, sondern muss – im Sinne Halls – die Anerkennung unserer eigenen ,ethischen und emotionalen Vulnerabilität gegenüber der Differenz‘ als Ausgangspunkt wählen.
키워드
- 제목
- ‘미끄러지는 기표’로서 이민과 다문화 - 독일의 이민국가 선언과 한국의 다문화 수용성 지표의 함정과 대응
- 제목 (타언어)
- Migration und Multikulturalität als ,gleitende Signifikanten‘ - Ein Vergleich zwischen Deutschland und Südkorea
- 저자
- 김혜진
- 발행일
- 2026-02
- 유형
- Y
- 저널명
- 브레히트와 현대연극
- 호
- 54
- 페이지
- 173 ~ 194