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초록
Für die literarische Arbeit E. S. Özdamars wurden insbesondere die gewaltsamen politischen Umstände in der Türkei nach dem Militärputsch von 1971 zu einem Wendepunkt in ihrer Schaffenstätigkeit. Denn Özdamar war in ihrer Muttersprache nicht mehr glücklich, und der Prozess, in ihrer Muttersprache zu schreiben, führte das Trauma herbei, ihre Muttersprache „im eigenen Land“ verloren zu haben. Dies war der Anlass für sie, wieder nach Deutschland zurückzukehren und an der Volksbühne bei Benno Besson Theater zu spielen. Dies hatte die glückliche Folge, dass ihre Theatererfahrungen in Deutschland zu einem „Sanatorium“ für ihre verletzte Sprache wurden und einen Heilungsprozess für ihre schmerzhaften Erfahrungen in der Vergangenheit in Gang setzte. Auch wenn Özdamar gegen die traumatisierte Vergangenheit auf Deutsch anschreibt, ist sie stets darum bemüht, ihre alte Welt niemals in Vergessenheit geraten zu lassen, also sich unbedingt an das in der kranken Welt geopferte Andere zu erinnern. Das Schreiben und das deutsche Theater stellen für sie eine neue Welt dar, in der das Andere oder ihre unterdrückte Geschichte lebendig wiederbelebt und inszeniert werden können. Hierbei geht es - im Rahmen des politisch-ethischen Schreibens für das Andere - um einen Trauerprozess. Dadurch werden die Konzeptionen von Trauer, des Anderen und der Erinnerung zu Bestandteilen einer Rekonstruktion Berlins in Özdamars Seltsame Sterne starren zur Erde, damit das Narrativ oder die Geschichte des Anderen wieder oder neu betrauert und erinnert werden können.
키워드
- 제목
- 베를린 연대기(連帶記) - E. S. 외즈다마의 작품 『기이한 별들이 지구를 쏘아보네』에 나타난 애도와 연대의 공간으로서의 베를린
- 제목 (타언어)
- Die Berlin-Solidaritätsgeschichte - Berlin als Raum der Trauer und der Solidarität in Seltsame Sterne starren zur Erde von E. S. Özdamar
- 저자
- 전유정
- 발행일
- 2018-12
- 저널명
- 독일어문화권연구
- 호
- 27
- 페이지
- 135 ~ 161