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»Weinende Männer sind gut«, so hat Goethe in einem Gedicht im West-östlichen Divan gesungen. Aber warum hat er das Weinen mit dem sittlichen Wert »gut« verbunden? Einen Hinweis darauf können wir am Ende desselben Gedichts finden: »Laßt mich weinen! Tränen beleben den Staub. Schon grunelt’s.« Die Kraft zum Wachsen und Erneuern bieten also die Tränen. Die Tränen, die Oranien für Egmont fließen läßt, der gerade den Weg des Todes betreten wird, oder die Tränen, die von Wilhelm für die starr gewordene Mignon vergossen werden, sind dargestellt als die Versuche, die Sterbenden zu retten. Aber dieses Motiv läßt ebenso an Lessings Sympathielehre erinnern, die er zusammenfassend so formuliert hat: »Der mitleidigste Mensch ist der beste Mensch.« Die weinenden Männer bei Goethe zeigen nämlich auch einen Paradigmenwechsel vom Gefühl, indem jener »die bislang üblichen Gesetze des decorum im Zeichen der eben entwickelten Kunsttheorie des Gefühls«(Schings 1980, 65) sprengt.
키워드
- 제목
- 괴테의 우는 남자들 - 젊은 베르터의 고통」을 중심으로
- 제목 (타언어)
- Weinende Männer bei Goethe
- 저자
- 정현규
- 발행일
- 2017-12
- 저널명
- 괴테연구
- 권
- 30
- 페이지
- 43 ~ 59